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Drei Wochen

Drei Wochen bin ich nun schon hier in Birmingham. Drei Wochen in denen ich mich eingewöhnen und, wie man das doch so schön sagt, aklimatisieren konnte. Aber immer der Reihe nach (und ihr kennt ja den Drill: Für Rechtschreib- und Grammatikfehler übernehme ich keine Haftung):

Mein Flug am 31. August war bis zum Zoll am Flughafen Gatwick ereignislos. Damit ich der University of Birmingham beweisen konnte, dass ich vor dem 1. September hier in Grossbritannien angekommen bin, brauchte ich einen Stempel in meinem Pass (Ich sag nur: Studiengebühren). Diesen Stempel zu bekommen, stellte sich allerdings als ein ziemlich schwieriges Unterfangen heraus. Der eine Zöllner wusste nicht, ob er dazu berechtigt ist, ein weiterer weigerte sich schlichtweg, einen Schweizerpass abzustempeln, der Dritte hatte wohl gerade keine Lust und dem vierten Zöllner ist wahrscheinlich die Tinte ausgegangen. Kurzum, ich glaube, ich habe mit so ziemlich allen Zöllnern die Bekanntschaft gemacht, die an diesem Morgen Dienst hatten. Am Ende konnte dann aber doch stolz und mit einem Stemple inklusive Unterschrift aus dem Flughafen weiter in die Innenstadt von London reisen.

Von dort aus sollte es dann mit dem Zug, gebucht bei Megabus/Megatrain, weiter nach Birmingham gehen. Wie sich herausstellte, war gerade an diesem Montag Bank Holiday und mein gebuchter Zug fuhr gar nicht. Ich erhielt die freundliche Auskunft, dass Megabus/Megatrain das wohl öfter mache. Das nennt man dann wohl Pech. Die Dame hinter dem Schalter war von meinem ungläubigen Gesicht aber so beeindruckt (vielleicht hatte sie auch nur Mitleid), dass sie mir einen Sitz in einem späteren Zug gab. Und jetzt kommt einer der wichtigsten Reisetips für alle die mit dem Zug nach Birmingham reisen und ins Stadtinnere wollen: Bucht bis Birmingham New Street. Ich weiss, Birmingham International klingt viel besser, internationaler und überhaupt. Allerdings ist dieser Bahnhof beim Flughafen und somit ausserhalb von Birmingham. Man kann von da den Bus nehmen, der fährt allerdings nur alle halbe Stunde oder so und bestimmt nicht gerade dann, wenn man ihn braucht.

Die Jugendherberge stellte sich als sehr farbige Angelegenheit heraus. Die Fassade mag ja grau sein, aber es sind die inneren Werte die zählen. Diese inneren Werte kamen in Form einer farbenfrohe Dekoration, freundlichen Angestellten, sauberen Zimmer sowie Sanitäranlagen und einem Upgrade meiner Buchung. Ich bekam ein Pod, das ist eine Matratze umgeben von vier Wänden, mit einer kleinen Deckenlampe. Das ganze Haus schreit nach Jugenherberge. Ich ärgere mich immer noch, dass ich die Zimmer- und Hausregeln nicht fotografiert habe. "Bitte rennt nicht nackt durch die Jugenherberge" war nur eine davon. Die Duschen zählen leider nicht umbedingt zu den inneren Werten, da man bei ihnen kaum von Mehrzahl sprechen kann. Zwei von den drei Duschen im Haus waren nämlich nur von acht bis zwölf Uhr morgens zugänglich. Und eine vierte oder gar fünfte Dusche konnte ich nicht entdecken.

Noch am Ankunftstag habe ich mein erstes Zimmer besichtigt und auch gleich genommen. Der Vermieter ist freundlich und die Mitbewohner sehr nett. Ausserdem liegt es ideal zur Uni, Einkaufs- und Ausgangsmöglichkeiten, City Centre und einem Bahnhof. Das Zimmer hat eine gute Grösse und das Haus ist verhältnismässig sauber. Obwohl ich ja schon am Abend des 1. September einziehen konnte, habe ich dann am Nachmittag noch drei Zimmer der selben Preisklasse angeschaut. Und glaubt mir - ich habe micht beklagt, dass im Studentenheim in London die Zimmer klein und die Küche dreckig waren? Gegen das, was ich das zum Teil zu sehen bekam, war London ein Luxus. Das eine Zimmer kann man eigentlich schon gar nicht mehr als Zimmer bezeichnen - eher als Wandschrank. Da hatte gerade mal ein Einzelbett platz. Auf die Frage, wo ich denn meine Kleider versorgen soll, bekam ich gar nicht erst eine Antwort. Bei einer anderen Wohnung würde ich mir das mit dem Duschen ganz stark überlegen. Die Baddecke konnte man schon als eigene Lebensform bezeichen. Da nehme ich es doch lieber in kauf, dass es bei mir im Zimmer je nach Windrichtung etwas nach Fish and Chips riecht und ich immer Lust auf Take-a-Way kriege. Damit kann ich aber eigentlich ganz gut leben.

Mittlerweile sind alle Anfangshürden überwunden und ich bin soweit eingerichtet, dass die Uni losgehen kann. Ich habe ein Konto eröffnet (neuer Rekord meinerseits: Vier Tage), zwei neue Sim-Karten (damit erhöht sich die Anzahl funktionierender Sim-Karten in meinem Besitz auf drei) und ein neues Handy gekauft. In der Uni ist auch alles geregelt und ich weiss mittlerweile auch, wann ich wo sein muss. Meinen Stundenplan, inklusive eine halbe Seite Entschuldigung wegen der Verspätung, ist gestern per Mail gekommen. Diese Woche habe ich damit verbracht, sehnsüchtig darauf zu warten, dass es endlich losgeht und aus lauter Langeweile das Haus zu putzen. Jeden Tag auf Sightseeing-Tour zu gehen, ist auch nicht gerade das Gelbe bom Ei. Immerhin: Die Küche sieht wieder aus wie neu oder wie das mein Mitbewohner so schön gesagt hat: Very Swiss!

20.9.09 19:05
 


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